ADS auswirkung der Federlänge auf den Fahrkomfort

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ADS auswirkung der Federlänge auf den Fahrkomfort

Beitragvon Frank_SL55 » So 11 Mär, 2018 23:48

Hallo Zusammen.

Folgende Überlegung:

Die Niveauhöhe wird bei ADS ja über die Menge an Öl ADS Kolben (ich sage absichtlich nicht Federbein/Stoßdämpfer) geregelt.
Die dafür notwendige Kraft resultiert aus dem Fahrzeuggewicht minus der Kraft den die Fz. Federn Aufgrund ihrer Beschaffenheit aufnehmen können.

Das führt dann wenn das Fz. das neu Werk verlässt (und ADS theoretisch mal nicht arbeitet) zu Niveau "h (min)"
->Min. weil es ja unter dem tiefsten Punkt liegen muss, den das ADS nach unten regeln kann.
Ergo: ADS muss genug Druck aufbauen um die das Fz. zwischen h (min) und h (max) bewegen zu können.
Dies ist bei funktionierenden System eine Konstante von 180bar.

Die Frage ist nun: Was passiert bei verkürzten Federn durch Ermüdung oder Federbruch ?

h (min) ist nun tiefer, was heissen könnte das die 180 bar nicht mehr ausreichen könnten um die maximale Höhe anzufahren.
Spannender ist aber die Dämpfung und die Membran in der Sticktoffkugel:
h (norm) (das Normalniveau) benötigt aber nun mehr Kraft als mit einwandfreier Federung.
Ich sehe das so, das zu dem 180bar auf die Membran in Stickstoffkugeln noch zusätzlich die Kraft wirkt um den fehlenden Federweg zu kompensieren.
Daraus dürfte im Fahrbetrieb vermutlich ein härteres Fahrgefühl resultieren.

Kann mir hier jemand folgen und vielleicht Kommentieren ?

Am Ende würde ich gern wissen wie ich bei ADS die Fahrwerksfedern prüfe und ob es ggf. sinnvoll wäre diese zu ersetzen um den Fahrkomport zu erhöhen...

Grüße, Frank
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Re: ADS auswirkung der Federlänge auf den Fahrkomfort

Beitragvon sl 600 » Mo 12 Mär, 2018 00:03

Verstehe nur Bahnhof :???:
Die Federn sind unwichtig für die Höhe oder tiefe.
Wenn es keine elektronisch Steuerung über die Regelstangen ( ADS I ) Potis ( ADS II ) würden die 180 bar reichen um den SL aus den Federn zu heben .

Gruß Luis
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Re: ADS auswirkung der Federlänge auf den Fahrkomfort

Beitragvon Frank_SL55 » Mo 12 Mär, 2018 09:03

sl 600 hat geschrieben:Verstehe nur Bahnhof :???:
Die Federn sind unwichtig für die Höhe oder tiefe.
Wenn es keine elektronisch Steuerung über die Regelstangen ( ADS I ) Potis ( ADS II ) würden die 180 bar reichen um den SL aus den Federn zu heben .

Gruß Luis

Na dann kann man die Federn ja weglassen ;-)
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Re: ADS auswirkung der Federlänge auf den Fahrkomfort

Beitragvon MB12 » Di 13 Mär, 2018 01:09

Hallo zusammen,

für mich als Laie stellt sich der Lösungsweg zur Frage folgendermaßen dar.

Wenn man davon ausgeht, dass die Feder/ADS- oder Stoßdämpferkombination die Aufgabe hat Bodenunebenheiten zu „schlucken“, damit der SL immer schön in der Spur bleibt, fragen wir mal nach den Aufgaben der jeweiligen Komponente. Also die Federn (Reifen, Räder, Achsschenkel, Koppelstangen und so ein Zeug mal ignorierend) haben zuerst Kontakt mit einer Bodenwelle und wandeln die Unebenheit am Fahrzeug in Schwingungen um. (Im Zeichentrickfilm früher immer als boing, boing, boing... vertont, wenn mal Maus Jerry vor Kater Tom auf einer Kugelschreiberfeder wild hüpfend flüchtete.) Damit die ganze SL-Fuhre nicht genauso wild hüpft, gibt der im Volksmund Stoßdämpfer genannte Schwingungsdämpfer über Zug-und Druckstufen dem ganzen eine Richtung, nämlich auf und ab und reduziert über Reibung in Öl oder Gas die Energie, welche in Wärme umgewandelt wird. Letztlich führt das Zusammenspiel von Feder und Dämpfer zu den Hauptfahrwerkseigenschaften. Sind die beiden Komponenten, wodurch auch immer (kürzen der Federn, hohe Zuladung, Leckage in den Dämpfern oder Speichern), nicht mehr gut auf einander abgestimmt, so verändern sich die „Komfort“-Eigenschaften. Ergo bleibt nur die Feder an den Dämpfer oder den Dämpfer an die Feder anzupassen. Im Klartext bedeutet dies, wenn also hinter dem Fahrersitz die Schwiegermutter festgegurtet wird und hinter dem Beifahrersitz immer zwei Kisten Gerstensaft stehen, also die Federn stärker belastet werden, kann das ADS (oder ein Dämpfer) in gewissen Maße noch ein „komfortabeles“ Fahrgefühl vermitteln. :hellsehen: Setzt man neben die Schwiegermutter noch den Schwiegervater und stellt auf die zwei Kisten Gerstensaft noch zwei Kartons Schampus, bekommt man eine Tieferlegung und das „komfortabele “ Fahrgefühl geht in sportliches Gerüttel über. Da das ADS oder ein Dämpfer nun nichts mehr ausgleichen kann, sollte die Feder verändert und dem höheren Gewicht angepasst werden.
Da beides in beide Richtungen nur begrenz möglich ist, auch bei einstellbaren Fahrwerken, sollten defekte Teile getauscht werden.

Federn wegzulassen dürfte keine Lösung sein. :flucht:

In der Regel werden nur gebrochene Federn getauscht, im Volksmund sagt man, die Federn halten ein Fahrzeugleben lang.

Aber die Ausgangsprämisse war ja: Feder defekt oder zu stark zusammengedrückt.
Also raus damit, wenn das „Popometer“ unbefriedigende Werte liefert. Das ADS/der Dämpfer wird die Fehlfunktion der Federn nicht zur Zufriedenheit ausgleichen können.

Als völliger Laie oute ich mich nun, wenn ich gestehe: „Ich habe keine Ahnung, wie Federn getestet werden, nicht mit und nicht ohne ADS.“

LG Jörg
Auch im Namen des blauen Doppelsechsers grüßt Jörg
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Re: ADS auswirkung der Federlänge auf den Fahrkomfort

Beitragvon SL_60_AMG » Di 13 Mär, 2018 21:58

Wenn wir mal ein paar Jahre zurückgehen zu 116 und 126er, da gab es keine Federn am Fahrwerk, sondern nur die Federspeicher.

Beim 129er ist es so aufgebaut wie bei 123, 124, 210, dass ein Teil des Gewichts und der Federung von den Federn und ein Teil von den Federspeichern geschluckt wird.
Dass die Federn grossartig schlechter werden, denke ich jetzt nicht. Messen könnte man das jetzt nur, indem man die Federn zusammendrückt und die benötigte Energie zur Stauchung in einem Diagramm festhält und das mit einer neuen Feder vergleicht.

Als erstes würde ich immer die Federspeicher tauschen, da der Stickstoff in das Öl ausgast über die Jahre.
Ob ein Federtausch was bringt, kannst Du ja mal probieren.

Dann hast Du noch 4 Ventile, die den Durchfluss in 4 Stufen regeln zwischen Federspeicher und Hydraulikzylinder.
Wenn da der Durchfluss zu klein ist, wird es auch härter.

Wenn man das Fahrwerk jetzt tiefer einstellt, wird das Fahrverhalten etwas weicher, weil weniger Last auf der Hydraulik liegt sondern auf den dann stärker zusammengedrückten Federn.
MFG Christian

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Re: ADS auswirkung der Federlänge auf den Fahrkomfort

Beitragvon Frank_SL55 » Di 13 Mär, 2018 23:02

Hallo Christian.

Danke das Du meinem Gedankengang folgen konntest.
Die Dämpfer(kugeln) sind natürlich längst neu, der Systemdruck stimmt auch, Fahrwerkseinstellungen ebenfalls, trotzdem kommt es mir (auf hohem Niveau) etwas straff vor.
Es bleiben ja nur noch Dämpfventile und Federn welche dies beeinflussen können.
Grüße, Frank
PS: Elektrisch sind die Ventile ok, beim Wipptest fällt mir aber nicht wirklich ein Unterschied in der Dämpfung auf.
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Re: ADS auswirkung der Federlänge auf den Fahrkomfort

Beitragvon sl 600 » Di 13 Mär, 2018 23:30

Ich blicke immer noch nicht durch wo dein Problem ist :???:
Die Dämpferventile werden ausschließlich vom ADS Stg gesteuert und dieser holt sich seine Berechnung aus den Sensoren.
Die Dämpferventile reagieren über merhrere Ab/ Zulaufkanäle die durch Magnetventile gesteuert werden ,die das Stg steuert.
Meiner Auffassung nach , ist dem System egal ob die Federn zu kurz,lang,oder ausgelutscht sind.
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Re: ADS auswirkung der Federlänge auf den Fahrkomfort

Beitragvon SL_60_AMG » Mi 14 Mär, 2018 00:52

Nein, Luis !!!

Deshalb ist er auch auf hohem Niveau härter, WAS GANZ NORMAL IST.

Je mehr die Feder trägt, desto weicher das Fahrwerk.

Das hohe Niveau ist ja auch nur dazu da, um über höhere Unebenheiten fahren zu können.
Normalniveau ist 99% der Fahrt ausschlaggebend, also verstehe auch ich das Probem nicht ;)
MFG Christian

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Re: ADS auswirkung der Federlänge auf den Fahrkomfort

Beitragvon Frank_SL55 » Mi 14 Mär, 2018 10:06

SL_60_AMG hat geschrieben:Nein, Luis !!!

Deshalb ist er auch auf hohem Niveau härter, WAS GANZ NORMAL IST.

Je mehr die Feder trägt, desto weicher das Fahrwerk.

Das hohe Niveau ist ja auch nur dazu da, um über höhere Unebenheiten fahren zu können.
Normalniveau ist 99% der Fahrt ausschlaggebend, also verstehe auch ich das Probem nicht ;)


Und wenn aus irgendwelchen Gründen die Federn zu kurz oder zu schwach sind muss zur Erreichung des Normalniveaus mehr Kraft von der Hydraulik kommen...
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